Einige Reiseeindrücke - Minerve

 

 

 

Minerve

Minerve ist der Hauptort des Minervois. Er liegt auf einem Bergsporn über der Cesse. Dieser "Fastumlaufberg" ist nur noch mit einem schmalen Grat mit der Kalkhochfläche verbunden. Diese Lage hat ihren Grund in der besonderen strategischen Gunst. Diese war auch von Nöten, denn die Katharer, die diesen Ort besidelten mussten ständig mit Verfolgung leben. Viele Bewohner mussten ihr Leben auf dem Scheiterhaufen lassen. Ein schönes Denkmal für diese Opfer findet sich in der Nähe der ehemaligen Festung. Die Form einer Taube wurde von einem ansässigen Künstler aus einem Stein geschnitten, sodass dieses Friesenssymbol im harten Sonnenlicht des Pays d'Oc hell erstrahlt.

Das steil abfallende Kastental der Cesse wird von einem Viadukt aus dem 19.Jhdt. überspannt und verbindet so die ca. 100 Einwohner Minerves mit der Außenwelt.

 

Auf den Flächen rund um Minerve wird Weinbau betrieben. Die Weine des Minervois haben einen eigenen Charakter. Ich halte sie für die besten Okzitaniens. Besonders die des Weinguts Frais-Mayranne aus Minerve. Die gehaltvollen Rotweine sind trocken, aber dennoch nicht zu Gerbstoff haltig und sehr bekömmlich.

 

Minerve betrachtet vom Ausgang einer Naturhöhle, quasi eines Unterirdischen Mäanderdurchbruchs der Cesse. Die Landschaft geizt nicht mit Karstformen.

Die zerstörte Burg in Minerve. Die leidvolle Geschichte der Katharer ist in einem kleinen Museum in Minerve mit kleinen Tonfiguren als Diorama dargestellt. Das Musée Hurepel in de Rue des Martyrs in Minerve hat in der Saison täglich von 11-19 Uhr geöffnet.

 

Der trockengefallene und begehbare Durchbruch der Cesse durch einen Mäanderhals. Aus den in der Region gefundenen Lesesteinen fertigt ein Künstler in Minerve sehr schöne Steinplastiken.